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Ruhe in Bangkok

Ruhige Oasen in

Bangkok

Beim Stichwort Bangkok kommen wahrscheinlich auch Ihnen sofort belebte Straßen mit Taxis und Motorrädern, Bürgersteige voller Essensstände, ein aufregendes Nachtleben mit viel Chang-Bier und Possen wie Hangover 2 in den Sinn. Natürlich gibt es all das, doch der Big Mango hat auch eine zarte Seite. Bloggerin Megan Rogers erkundet die ruhigen Orte in dieser sonst so quirligen Stadt.

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Megan Rogers

Megan Rogers ist Fotografin und Schriftstellerin. Sie versucht, in einer routinebesessenen Welt ein einfaches und dennoch abenteuerliches Leben zu führen. Überall sucht sie nach unkonventionellen Ortsansässigen. Vor einigen Jahren gab sie ihrem Hang nach einem Zigeunerleben nach und zog nach Thailand. Aber sie bleibt nie lange an einem Ort; auf ihrem Blog depaysementblog.com lesen Sie, wohin das Leben sie treibt.

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Beine strecken & tief einatmen

Bangkoks grüne Lunge

Bangkok, da denkt man an überfüllte Straßen und Betonwüsten. Bang Krachao hingegen wartet mit einer ordentlichen Portion Frischluft auf. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die kleine Insel mitten in der Stadt ist ein besonderer Ort und bekannt als Bangkoks grüne Lunge. Die Menschen leben hier noch sehr gemächlich und sobald man übers Wasser ankommt, ändert sich die Atmosphäre: Palmen und Sümpfe statt Wolkenkratzer, die Luft riecht feucht und leicht modrig. So muss Bangkok früher gewesen sein.

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Bestes Transportmittel? Das Fahrrad!

Mieten Sie sich nach Ihrer Ankunft am Pier ein Rad, denn damit lässt sich die grüne Lunge am besten erkunden. Radeln Sie langsam über die mehr als 1 m hoch aufgeschütteten Wege, denn wenn Sie hinfallen, landen Sie in Entengrütze & Co. Auf den ersten Blick ein Labyrinth, doch verirren kann man sich nicht. Biegen Sie ab, wo immer Sie möchten. Weil es nur eine Straße gibt, die nach und aus Bang Krachao führt und der Rest von Wasser umgeben ist, gelangen Sie von selbst immer wieder zurück auf die Hauptstraße. Genießen Sie einfach das herrliche Grün! In Bangkok ist es nicht ganz einfach, Sport im Freien zu machen, doch Reisemüdigkeit bekämpft man am besten mit Bewegung. Hier sind keine störenden Autos, also losmarschieren und die Lungen mit frischer Luft vollsaugen. Wenn’s Zeit für die Rückreise ist, fühlen Sie sich wie neugeboren.

Perfekter Picknickplatz

Der Park Sri Nakhon Kuenkhan ist eine der ersten Stationen nach dem Verlassen des Piers. Auf dieser weitläufigen Grünfläche finden sich Radwege, grüne Hügel und ein großer See. Gut möglich, dass Ihnen Warane über den Weg laufen. Decken Sie sich in lokalen Läden für ein Picknick ein. Sie werden zwar kaum etwas Großartiges finden (vermutlich nur Chips und Thai-Kekse), aber wenn man an einem ruhigen See unter riesigen Bäumen liegt, ist das Essen sowieso eher Nebensache. Sie möchten sich ein wenig verwöhnen? Parken Sie Ihr Rad am schwimmenden Markt Bang Nam Phueng. Hier gibt’s richtige Mahlzeiten, Souvenirs und sogar Ziegen (wenn nicht zum Essen, dann zum Streicheln).

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Idyllisches Baumhaushotel

Das Bangkok Treehouse mitten im Dschungel der grünen Lunge ist ein perfekter Erholungsort und die gemütlichen Hotelzimmer bringen die Besucher noch näher zur Natur (wenn das überhaupt möglich ist). In den Gästebereichen erwarten Sie Duschen im Freien, überwucherte Mauern und nestähnliche, zur Entspannung einladende Dachkonstruktionen mit Blick auf den Fluss. Das Bangkok Treehouse ist in jeder Hinsicht grün, denn Nachhaltigkeit steht hier im Fokus. Pro Buchung wird 1 kg Müll aus dem Fluss geholt und im Hotel sowie im Restaurant kommen erneuerbare Energien und andere Energiesparmaßnahmen zum Einsatz. Wer hier wohnt, reduziert seinen CO2-Fußabdruck.

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Auf der Karte stehen vor allem vegane, vegetarische sowie einige Fischgerichte. Sie sind frisch und passen zur Saison, das ist besser für Mensch und Umwelt. Alles basiert auf lokalen Spezialitäten und ist einfach himmlisch!

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Flusskreuzfahrt

Weg von Hitze und Verkehr

Ein wunderbares Zen-Gefühl bekommt man zum Beispiel auf dem Wasser. Durch Bangkok fließt der Chao Phraya und Anlegestellen gibt’s noch und nöcher. Auch Bootstypen gibt es viele; wenn Sie’s ruhig mögen, wählen Sie am besten ein Tourboot oder mieten sich ein privates Longtailboot. Pendlerboote fahren zwar die gleichen Strecken, sind aber oft voll und da bleibt die Ruhe auf der Strecke. Ist man einmal an Bord, gibt es unzählige Möglichkeiten, den Tag zu gestalten.

Tempel

Einer meiner Lieblings-Tempel in Bangkok ist der Wat Arun. Der Tempel der Morgenröte, so sein Spitzname, ist mit Mosaikfliesen bedeckt und weniger überlaufen als die anderen Altstadt-Tempel. Einen Tempel dreimal im Uhrzeigersinn umkreisen ist ein Weg, sich Verdienste zu erwerben. Beim Wat Arun geht das auf mehreren Ebenen. Achten Sie auf die Fliesen und die aufwendigen Steinfiguren. Wenn Sie Glück haben, findet zur Zeit Ihres Besuches eine buddhistische Zeremonie statt. Dann heißt's: Beim Straßenhändler eine frische Kokosnuss kaufen, zurücklehnen und in dieser herrlichen Kulisse den Gesängen lauschen.

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Jede Menge Gaumenfreuden

Am Flussufer schießen derzeit trendige Bars und Restaurants aus dem Boden. Egal, ob Sie Lust auf ein Mixgetränk, eine Pizza oder ein Eis haben, am Fluss finden Sie etwas für jede Laune.

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Sein Spitzname lautet zwar Tempel der Morgenröte, doch ein tolles Erlebnis ist es, wenn Sie einen Sonnenuntergang auf der Überseite des Flusses im Sala Rattanakosin bei einem Cocktail erleben. Auf dem Marktplatz gegenüber vom Wat Arun können Sie sich bei einem frischen Fruchtsaft entspannen. In diesem alltagsgeprägten Stückchen Stadt finden Sie auch Postkarten und Andenken, zum Beispiel lokales Kunsthandwerk.

Entspannt zurücklehnen

Hier weht nicht nur oft eine kühle Brise, hier sieht man auch, wie die Thai früher an den alten Klongs (Kanälen), die sich noch immer durch Bangkok schlängeln, gelebt haben. Und: Kein Verkehr! Wir wollen hier nicht schulmeistern, aber halten Sie Kopf und Hände im Boot. Dem Spritzwasser bitte ebenfalls ausweichen – auch, wenn es angenehm kühl ist. Dieses Wasser will keiner im Mund haben! Einige Boote fahren nur bis zum frühen Abend. Doch keine Not, wenn Sie möchten, schlemmen Sie bis zum Morgengrauen Klebreis und Mango, denn am Flussufer können Sie sich überall ein Taxi nehmen.

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Der Stadtteil Ari

Hier chillen die Einheimischen

Ari ist eines der aufstrebenden Viertel und wurde erst kürzlich von Ortsansässigen und anspruchsvollen Expats entdeckt. Unzählige begrünte Seitenstraßen, hippe Cafés und Bars – Ari ist zwar sehr instagrambar, hat aber immer noch ruhige und verträumte Winkel. Verbringen Sie einen ganzen Tag mit dem Erkunden von Ari, aber verraten Sie niemandem, wer Sie geschickt hat.

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Etwas für jeden Geschmack

Von mexikanischem Essen bis zum DIY-Fischgrillen, in Ari gibt es einfach alles. Also: Stuhl schnappen, kühles Bier genießen und die Menschen an sich vorbeiziehen lassen. Ari mag ein neuer Hipster-Treffpunkt sein, das Viertel kann auch mit guten und wunderschönen Kaffeehäusern aufwarten. Favorit: Porcupine Café. Weil auch der Skytrain hier fährt, ist Ari gut erreichbar. Das Viertel liegt allerdings nicht mitten in Bangkok und auf der anderen Seite der Stadt als die Backpacker-Meile Khao San Road. Kurzum: Entspannung garantiert.

Streifzüge durch den Kiez

In Ari liegt alles Interessante relativ nah zusammen. Die meisten Menschen hier sind Jungunternehmer, Geschäftsleute beim Lunch und manchmal sieht man Touristen wie Sie. Es bummelt sich hier herrlich. Wie wäre es nach den ganzen Labungen mit etwas Bewegung wie einem Spaziergang oder einer Radtour durch die verschlafenen Straßen? Ich habe beim Schlendern schon oft ganz zufällig idyllische und landestypische Szenen entdeckt. In den dicht bevölkerten Teilen Bangkoks kann eine Fahrt im Tuk-Tuk eine nervenaufreibende und kostspielige Angelegenheit sein. Doch in den belaubten Straßen von Ari tuckert es sich extrem entspannt. Und … hier nutzt jeder Tuk-Tuks!

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Leben wie ein Thai

In Ari tun Sie es am besten den Einheimischen gleich: Schlemmen, ein Dinner den ganzen Abend dauern lassen und die Augen weg vom Smartphone. Gelassenheit ist Trumpf: „mai ben rai“, macht nichts, egal, kein Problem. Sehen Sie nur all die Gassen! So charmant und mit so vielen Eigenarten. Auf keinen Fall die Kamera vergessen! In Ari kann man einen wunderbar entschleunigten Tag verbringen. Sprechen Sie die Einheimischen an, Thailänder sind sehr freundlich. Wenn man nett fragt, verraten sie auch schon mal ein paar nachbarschaftliche Geheimnisse.

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