Petra Unesco 01 Header

Petra: Ein Schatz in der Wüste

Petra, Jordanien

Schatz in der Wüste

Petra in Jordanien ist schon seit 1985 als UNESCO-Welterbe gelistet – und das aus gutem Grund, denn die rosafarbene Stadt gilt sogar als eines der sieben modernen Weltwunder. Hier erlebten sowohl Indiana Jones als auch Tim und Struppi Abenteuer. Doch all das verbleicht, wenn man selbst durch eine der schönsten Sehenswürdigkeiten im Mittleren Osten spaziert. Ein Sprung in die Vergangenheit.

Petra Unesco 02 Map De
Petra Unesco 03 Bg
Tim Gerard Barker


Petra Unesco 04 Bg Half
Mark Hannaford
Petra Unesco 04 Img
Aleksandra H. Kossowska / Shutterstock

Alles von Hand

Wann genau die ersten Menschen sich im Jebel-al-Madhbah-Gebirge niederließen, wird unter Historikern noch diskutiert. Doch eines steht fest: Mit der Ankunft der Nabatäer etwa vier Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung nimmt die Geschichte der Stadt Petra (griechisch πέτρα, Fels) ihren Anfang. Diese arabischen Nomaden waren von dem rosafarbenen Sandstein so angetan, dass sie ihre Zelte gegen feste Wohnstätten eintauschten. Ganze Bauten wurden von Hand mit Meißeln in die Felsen gehauen. Wer genau hinschaut, sieht die vielen Löcher, wo einst die hölzernen Baugerüste verankert waren.

Petra Unesco 04 Bg Half Mob
Mark Hannaford


Petra Unesco 05 Bg
Reynold Mainse / Design Pics



Petra Unesco 06 Bg Half

Ein wunderschönes Bild

Will man Petra besichtigen, muss man erst 1.200 m durch eine mysteriöse Felsenschlucht, den sogenannten Siq, gehen. Sie ist einer der Gründe, dass viele Eroberer, darunter auch Alexander der Große, es nie schafften, Petra zu besetzen.

Petra Unesco 06 Img
Aleksandra H. Kossowska / Shutterstock

Das erste Gebäude am Ende der natürlichen Verteidigungsanlage ist der 40 m hohe Al Khazneh. Dieser Totentempel aus dem ersten Jahrhundert ist das mit Abstand am meisten fotografierte Motiv Petras. Es bleibt jedoch weiterhin eindrucksvoll, denn ein paar Schritte weiter entfaltet sich eine Stadt, die in ihrer Blütezeit 60.000 Nabatäern ein Zuhause bot.

Petra Unesco 06 Bg Half Mob
Petra Unesco 07 Bg
PRASIT CHANSAREEKORN


Blühende Handelsstadt

Petra lag an einem Schnittpunkt stark frequentierter Karawanenwege zwischen dem Westen und dem Fernen Osten. Durch die griechische, ägyptische und römische Nachfrage nach unter anderem Weihrauch und Seide konnte sich die Siedlung zu einem der reichsten Handelszentren der Region und zur blühenden Hauptstadt der Nabatäer entwickeln. 106 fiel die Stadt an das Römische Reich, doch der Wohlstand ging nicht verloren. Der Niedergang setzte erst ein, als sich die Handelswege hin zum Roten Meer verlagerten. 363 wurde Petra von einem schweren Erdbeben unter Trümmern begraben.

Petra Unesco 08 Img
Nickolay Vinokurov / Shutterstock
Petra Unesco 09 Bg
Evan Lang / Gettyimages


Petra Unesco 10 Img 1
Hermann Erber / LOOK-foto

Die Ausgrabungen sind noch immer nicht abgeschlossen, doch heute werden täglich 1.500 Besucher zugelassen. Wer früh kommt, hat die historische Kulisse fast für sich allein. Am Montag-, Mittwoch- und Donnerstagabend erstrahlt die Stadt im Schein von Tausenden von Laternen – ein wahrlich magisches Erlebnis.

Tausende Laternen

Petra war viele Hundert Jahre lang in Vergessenheit geraten – bis der Schweizer Geologe Ludwig Burckhardt die Stadt 1812 wiederentdeckte. Über 100 Jahre später starteten die Ausgrabungen und langsam wurden Gräber, Höhlenwohnungen, Tempel, ein Kloster und ein Amphitheater freigelegt.

Petra Unesco 10 Img 2
Petra Unesco 11 Bg


KLM

iFly Magazine

Naher Osten

Schalten Sie den Ton ein,
dann macht‘s am meisten Spaß