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Auf Erkundungstour in The Big D

Dallas

Die von Mike Raanhuis für iFly KLM Magazine fotografierten und beschriebenen verborgenen Schätze sind richtige Juwelen. Dieses Mal ist er in Dallas – einer Stadt, in der das Wort „Groß“ nicht Ausnahme, sondern Regel ist. Begleiten Sie uns auf einen Roadtrip voller überraschender und bemerkenswerter Kontraste. 

Abfahrt!
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Mike Tekst & Beeld – unter diesem Namen arbeitet Mike Raanhuis (1975) als freier Fotograf und Journalist für Werbeagenturen und (Online-)Zeitschriften. Zwischen Mikes Texten und Fotos besteht eine gewisse Wechselwirkung: seine eigenen Fotos verstärken die Texte und umgekehrt. Mikes Spezialität ist es, in Reportagen wie dieser das Ursprüngliche im Menschen und dessen Umgebung zu zeigen. Website: www.miketekstenbeeld.nl.

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Tag 01

„Das Auto ist zwar nicht sonderlich groß, doch es ist eines der besseren SUVs“, sagt die extrem freundliche Avis-Dame am Flughafen Dallas/Fort Worth, als sie mir die Schlüssel meines Mietwagens überreicht. Der Grill des Ford-Geländewagens reicht mir bis zum Bauchnabel (nicht übertrieben!), ich weiß also nicht, was an diesem Auto nicht groß sein soll. Was mich wohl während meines Aufenthaltes in Dallas und dem nahe gelegenen Fort Worth erwartet? Nun, wir werden sehen … 

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Adolphus Hotel

Die fünfspurige Autobahn führt mich geradewegs in die Innenstadt von Dallas, der zweitgrößten Stadt in Texas. Aus den Lautsprechern schallt echte Country-Musik: Willkommen in Amerika! Nach nur 45 Minuten stehe ich mitten in der City vor der Tür des Adolphus Hotels. Es wurde 1912 eröffnet und ist nun für zwei Tage mein Zuhause. Das Hotel scheint perfekt zu sein und in toller Lage, um die Stadt und all ihre verborgenen Schätze zu erkunden. 

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Fort Worth

Mein erster Programmpunkt heute ist Fort Worth (1849), eine Stadt, die an Dallas grenzt und schon lange auf meiner Wunschliste steht. Fort Worth wird manchmal als das „kulturelle Tor zum wilden Westen“ bezeichnet. Hier begegne ich mehreren echten Cowboys, die in den Fort Worth Stockyards arbeiten. Dieser historische Viehmarkt wurde 1866 erstmals abgehalten und war die Drehscheibe des amerikanischen Viehhandels.

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Später treffe ich Marty Travis, der mich durch seinen Billy Bob's Texas führt, den größten Honky Tonk (Veranstaltungsort für Country-Musik) der Welt. Die 12.000 m2 fassen 6.000 Menschen, 30 (ja, 30!) Bars und Entertainmenteinrichtungen wie Live-Bullenreiten. Martys Bühne wird in der Regel von bekannten Country-Stars und Musiklegenden wie The Supremes, Ringo Starr, James Brown, BB King, ZZ Top und Johnny Cash bevölkert. Stolz erzählt er, dass hier mal in einer einzigen Nacht 16.000 Flaschen Bier getrunken wurden …

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Sonny Bryan's Smokehouse

Zurück in Dallas stelle ich abermals fest, wie unglaublich hoch die Wolkenkratzer im Geschäftsviertel sind. Als die Sonne an meinem ersten Tag in dieser Stadt aufgeht, sehe ich, wie die Glastürme das Licht reflektieren und dabei heftig um die Wette strahlen.Mein Magen meldet sich und mehrere Passanten empfehlen mir das renommierte BBQ-Restaurant Sonny Bryan's Smokehouse. Amerikanischer wird‘s nimmer und in The Barbecue Bible, der Bibel für alle Grillfans, wird dieses Lokal lobend erwähnt.

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Das Highlight auf der Karte ist ein Big Tator, eine 500 g schwere Ofenkartoffel mit Butter, Sauerrahm und Käse. Als ich frage, was man dazu am besten trinkt, antwortet die Kellnerin leicht irritiert: „Eine Dr Pepper natürlich.“ Das hätte ich wissen können, die Limo stammt schließlich aus Texas. 

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Tag 02

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Sixt Floor Museum – JFK

Aufgrund der Zeitverschiebung mache ich fast kein Auge zu. Das Gute daran ist, dass ich mich schon sehr früh zur Stadtbesichtigung aufmache. Mein erstes Ziel ist die Elm Street/Dealey Plaza, ein emotionsgeladener Ort in Dallas, denn hier hat Lee Harvey Oswald (wahrscheinlich) den tödlichen Schuss auf Präsident John F. Kennedy abgefeuert. Seit 1989 sind die oberen Etagen des ehemaligen Schulbuchlagers Texas School Book Depository als Sixth Floor Museum eingerichtet. 

Es ist strengstens verboten, im Inneren zu fotografieren, doch das weltberühmte Gebäude und das weiße Kreuz auf der Straße am Original-Tatort zeugen noch heute von den schrecklichen Ereignissen am 22. November 1963. Auch wenn mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist, beeindruckt das Ganze sehr und dieser historisch wichtige Ort ist, obwohl ein wenig touristisch, ein absolutes Muss bei einem Dallas-Besuch. 

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Dallas Arts District

Während meines Aufenthaltes ist es überwiegend trocken, aber dieser Teil der Stadt macht auch bei Regen Spaß. Zum Auftakt empfiehlt sich ein Besuch der Cathedral Shrine of the Virgin of Guadaloupe. Die Kirche mit dem poetischen Namen stammt aus dem Jahr 1872 und ihre alternde Schönheit steht in krassem Gegensatz zu all dem Glas, Aluminium und Stahl, das im Laufe der Jahre um sie herum hochgezogen wurde.

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Ich stoße auf eine faszinierende Verknüpfung zur Heimat über zwei weltberühmte Holländer. Der Dirigent Jaap van Zweden leitete drei Jahre lang das Dallas Symphony Orchestra, während der Architekt Rem Koolhaas das Performing Arts Center entworfen hat. Was die Fassaden dieses stattlichen, quadratischen Gebäudes schmückt, sieht aus wie riesige Orgelpfeifen. Auch einen Besuch wert sind das Museum of Art, The Dallas Opera und die Crow Collection of Asian Art. 

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    Hidden Treasures Dallas 09 White Lake Rock Stroke
    D Guest Smith / Alamy Stock Photo

    White Rock Lake

    Ganz anders, doch ebenso bemerkenswert, ist der White Rock Lake, auf den ein Einheimischer mich hinwies. Dieser künstliche Stadtsee ist ein höchst idyllischer Ort, an den sich viele Dallaser flüchtigen, wenn sie der Hektik der Innenstadt entkommen wollen. 

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    Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und hängen Sie an Ihren Seebesuch eine Tour durch das benachbarte Lakewood. Hier finden sich viele stilvolle Villen mit perfekt gepflegten Rasenflächen in leuchtendem Grün, die irgendwie an die Bezüge von Billardtischen erinnern. All das passt ausgezeichnet zu dem ebenfalls hervorragend gepflegten botanischen Garten des Dallas Arboretums. 

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      Hidden Treasures Dallas 11 North Parc Center Stroke

      Wenn Sie Zeit (und Energie) haben, sollten Sie auch noch ins nahe gelegene NorthPark Center fahren (10 Autominuten). Diese riesige Mall (Live-Klaviermusik inklusive!) ist einfach sensationell und zieht nicht nur Besucher aus Dallas, sondern auch aus dem Umland an. 

      Dallas Cowboys

      Am letzten Tag möchte ich mir ein Bild von Dallas bei Sonnenuntergang machen. Drei Amerikaner empfehlen mir das Belmont Hotel, etwas südlich der Stadt. Da ich noch ein wenig Zeit habe, bevor die Stadt in einen lilafarbenen Glanz getaucht wird, mache ich eine 30-minütige Fahrt zum Stadion der Dallas Cowboys. Diese professionelle American-Football-Mannschaft ist Texas' ganzer Stolz. Das 2009 fertiggestellte Stadion fasst 110.000 Zuschauer und ist damit die weltgrößte Indoor-Location.

      Interessantes Detail: Das Stadion verfügt auch über den größten und schwersten (600 Tonnen!) HD-Bildschirm aller Zeiten.

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