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Shann Biglione / 500px
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Hohe Gipfel, tiefe Täler

Gunung Mulu

Die Tiere im Nationalpark Gunung Mulu müssen sich die Bühne mit der Landschaft teilen, denn sie ist in diesem Park auf malaysisch Borneo der absolute Star. Eine Entdeckungsreise zwischen rasiermesserscharfen Bergen und fantastischen Höhlen.

Rein in den Dschungel

Die größte Höhle

Der Name Gunung Mulu lässt Geologen-Herzen auf der ganzen Welt höher schlagen. Der wunderschöne Naturpark erweckt Geografiebücher zum Leben und Mutter Natur bricht hier einen Rekord nach dem anderen, zum Beispiel mit der Sarawak-Kammer. Dieser größte unterirdische Raum der Welt ist groß genug, um darin ganze 40 Flugzeuge vom Typ Boeing 747 zu parken.

Sie mögen‘s lieber höher? Dann ist der Gunung Mulu selbst vielleicht etwas für Sie, der 2.376 m hohe Berg, dem der Park seinen Namen verdankt. Mit seinen messerscharfen Kalkstein-Kathedralen gehört dieser Koloss zu den faszinierendsten und am intensivsten erforschten Felsformationen der Welt.

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Nadelkissen aus Kalksteinfelsen

Der Gunung-Mulu-Park lässt sich hervorragend auf Wanderschuhen erkunden, denn durch den dichten Dschungel windet sich ein Gewirr von schmalen Pfaden. Beliebt ist der sogenannte Kopfjägerpfad. Diese mehrtägige Wanderung führt über die Wildererpfade der ehemaligen Kayan-Krieger, die laut einer hartnäckigen Großstadtlegende einst eifrige Schädelsammler waren. Für ein paar extra Höhenmeter bürgen die Pinnacles. Dieses Nadelkissen von bis zu 45 m hohen Kalksteinfelsen hat die Erosion über Tausende von Jahre geschnitzt. Ein anspruchsvoller und steiler Aufstieg führt über Felsen und (Strick-)Leitern bis zum Fuße der spitzen Berge.

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Die Unterwelt

Es ist schwer vorstellbar, wenn man durch den Dschungel von Gunung Mulu streift, aber richtig toll wird der Park erst unter der Erde. Das Fluss- und Regenwasser, das die spitzen Berge geformt hat, hat nämlich auch unter der Oberfläche seine Spuren hinterlassen und eines der spektakulärsten Höhlensysteme der Welt gebildet.

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Ein Großteil ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, doch in der Schauhöhle Gua Payau können die Besucher jeden Abend sehen, wie Millionen von Fledermäusen für ihr Mahl in die Welt hinaus flattern. Das schmeckt nach mehr? Richtige Abenteurer können unter der Leitung eines Führers eine Kriech- und Schleichtour durch die weniger gut besuchten Abschnitte dieses unterirdischen Schweizer Käse machen.

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In 20 m Höhe führt dieser 480 m lange Steg über mehrere Hängebrücken durch die Baumkronen. Hier liefern sich allein schon mehr als hundert Palmenarten einen Konkurrenzkampf um das Sonnenlicht. Der Blick auf die Kalksteingipfel ist das Sahnehäubchen.

Das Dach des Dschungels

Von den tiefsten Höhlen zu den höchsten Gipfeln – mit jedem Meter, den man im Gunung-Mulu-Nationalpark auf- oder absteigt, präsentiert sich der Park in anderer Optik. Um den Besuchern auch einen Eindruck vom Leben in den oberen Regionen des Dschungels zu vermitteln, wurde in den Baumwipfeln einiger Waldgiganten der Mulu Canopy Skywalk angelegt.

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    Wie kommt man hin?

    Der Gunung-Mulu-Park liegt auf der Insel Borneo und ist von Kuala Lumpur aus per Inlandsflug gut zu erreichen. Am besten fliegen Sie nach Miri, aber auch Bintulu zählt zu den Möglichkeiten. Tipp: Kombinieren Sie Ihren Besuch des Gunung-Mulu-Parks mit einem Zwischenstopp in der dynamischen Metropole Kuala Lumpur und genießen Sie vor oder nach den ganzen Naturschönheiten eine ordentliche Portion Stadtleben.

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