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Genua

Wie geschaffen für ausgedehnte Streifzüge

Mittelalterliche Gassen, stattliche Paläste, Aufzüge zu den Gebieten auf den Hügeln und das Mittelmeer vor der Tür ... Genua ist wirklich eine einzigartige Stadt. Impressionen zu einem neuen KLM-Reiseziel.

Entdecken Sie die Stadt
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Text & Fotos: Iris van den Broek

Ich habe mich in Genua verlaufen und finde es toll. Die älteste mittelalterliche Innenstadt von Europa (na gut, nach Venedig) ist ein Labyrinth aus Gassen, die manchmal kaum 1 m breit sind. Bummeln, streifen, entdecken, sich überraschen lassen ... in diesem Straßengewirr geht all das. Fotogen und dunkel, überraschend und manchmal schmuddelig, farbenfroh und elegant. Genua ist eine Stadt mit Charakter, das erkenne ich schon nach wenigen Stunden.

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„Diese Stadt geht unter die Haut.“

Egal, wen ich spreche, alle finden liebevolle Worte für Genua. „Diese Stadt geht unter die Haut“, sagt ein Kellner, als ich auf der charmanten Piazza delle Erbe meinen italienischen Espresso genieße. Sì, ich kann nur zustimmen. Seltsamerweise hat der Massentourismus in dieser Hafenstadt noch nicht Fuß gefasst und das macht aus Genua eine beneidenswert authentische Stadt. Keine Straßenzüge voller Souvenirläden und Straßenhändler, sondern reihenweise Palazzi und Restaurants, wo vor allem die Einheimischen verkehren.

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Prachtvolle Paläste

Eine der schönsten Straßen ist die Via Garibaldi: Eine Ansammlung von Renaissance- und Barockbauten, die sogar Florenz vor Neid erblassen lässt. Im 16. Jahrhundert errichteten Genuas Aristokraten hier diese Palazzi dei Rolli. Damals hatten die reichsten Familien die Aufgabe, hohen Besuch wie Kardinäle und Staatsoberhäupter zu empfangen.

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Die Paläste wurden in Kategorien unterteilt; je höher der Besuch, desto extravaganter der ausgewählte Palast. Diese Rolli-Paläste sind einzigartig für Genua und was mich betrifft, sind allein sie schon ein Grund, diese Stadt mit einem Besuch zu beehren.

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Stilvoll nächtigen

Ganz im Stil der Rolli-Paläste wohne ich im prachtvollen Bristol Palace, einem der schönsten Hotels Genuas. In den Zimmern mit den meterhohen Decken, den schweren Samtvorhängen und den riesigen Kronleuchtern fühlt man sich ganz automatisch königlich. Anfang 1900 war Alfred Hitchcock hier häufig zu Gast. Es heißt, der absolute Blickfänger des Hotels, die wundervolle ovale Treppe in der Lobby, hätte ihm als Inspiration für das Treppenhaus in seinem Film Vertigo – Aus dem Reich der Toten gedient.

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Der Aussichtspunkt Spianata di Castelletto bietet den schönsten Blick auf die Stadt. Mir ist sofort klar, weshalb man diesen Ort auch den Balkon der Stadt nennt; vor mir entfaltet sich ein wahrhaftiges 360-Grad-Panorama.

Mit dem Aufzug hügelaufwärts

Genua ist auch bekannt als vertikale Stadt. An mehreren Orten bringen Aufzüge und Seilbahnen die Genueser in luftige Höhen. Ich lasse mich in einem fantastischen Jugendstil-Aufzug ab der Piazza del Portello mitführen. Oben angekommen fällt direkt auf, wie anders die Atmosphäre im Vergleich zur quirligen Innenstadt ist. Hier ist es ruhiger, lieblicher und grüner, mit Plätzen und Gärten.

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Pesto Genovese & Schokolade

Italiener lieben Essen – gutes Essen! In Genua ist das nicht anders. Eine echte regionale Spezialität ist das Pesto Genovese, das grüne Gold von Genua. Auch, wenn ein Restaurant nur vier Gerichte auf der Karte hat, ist bei mindestens einem das Pesto die wichtigste Zutat.

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Eine weitere genuesische Köstlichkeit ist Schokolade. In der Seitengasse einer Seitengasse einer Seitengasse finde ich Romeo Viganotti, den ältesten Chocolatier der Stadt. Der Laden stammt aus dem Jahr 1866 und feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Inhaber Alessandro Boccardo und sein Sohn Eugenio stellen hier noch gänzlich authentisch Schokolade her – und ganz Genua steht Schlange.

„Zur Weihnachtszeit zieht sich die Warteschlange bis weit um die Ecke“

Schokolade ist hier, im Gegensatz zum Süden Italiens, sehr beliebt. Ein Rezept gibt es bei Romeo Viganotti nicht wirklich. „Ich mache alles nach Gefühl. Q.B. (quanto basta), wie wir in Italien sagen“, erklärt Eugenio. „Das heißt in etwa: so viel wie nötig. Ich gucke einfach und dann entscheide ich.“ Er gibt mir ein Stück Schokolade. Ich koste und nicke; mit seinem Gefühl ist alles in Ordnung.

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Lebhafte Piazza De Ferrari

Der Rückweg ins Hotel führt mich über den größten Platz Genuas: Piazza De Ferrari. Hier ist immer viel Trubel, das Wasser in dem eindrucksvollen Springbrunnen funkelt im warmen Abendlicht und überall genießen die Menschen die letzten Sonnenstrahlen. Es ist ein schönes Bild von einer Stadt, die in dieser kurzen Zeit mein Herz erobert hat. Der Kellner hatte recht: Genua geht unter die Haut!

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