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Streifzüge durchs alternative Berlin

Rauer Charme

Ein Monsterkabinett in einer Gasse voller Straßenkunst, eine ehemalige Abhörstation auf einer Trümmerhalde und Techno-Partys in einem Gewerbegebiet: Wir bringen Sie zu den coolsten alternativen Hotspots in Berlin.

Mehr Berlin!


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Wilfried Krecichwost / Getty Images
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Die raue Seite Berlins

Berlin ist weltweit bekannt für seine alternative Szene. Nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989 zogen viele Künstler und Musiker in die verlassenen Fabriken, Kraftwerke und Bunker Ostberlins und verwandelten sie in Studios, Ateliers und Nachtclubs. In diesen Freiräumen konnten Technikbegeisterte, LGBTQ-Menschen und Kreativschaffende ganz und gar sich selbst sein. Auch heute noch steht Berlin für eine große kulturelle Vielfalt und man muss nie lange nach dem nächsten kreativen Kick suchen. Von gigantischen Wandmalereien bis hin zu Underground-Partys – wer's alternativ mag, wird sich in Berlin nicht so schnell langweilen!

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Hackesche Höfe

Versteckte Streetart-Gasse

1906 wurde ein heruntergekommenes Arbeiterviertel durch die acht im Jugendstil errichteten Hackeschen Höfe ersetzt. Es entstand Wohnraum und Platz für Geschäfte, Unterhaltung und gewagte Kunst; expressionistische Dichter gründeten hier den legendären Neuen Club. Heute befinden sich hinter dem gewölbten Eingangstor Designbüros, Galerien, trendige Restaurants und Theater. Obwohl die Innenhöfe selbst recht makellos aussehen, schlummert um die Ecke ein alternatives Paradies.

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In der so genannten Dead Chicken Alley sind die Wände vollständig mit Wandmalereien, Schablonen und Aufklebern bedeckt und meistens ist dort ein Künstler bei der Arbeit. Für alle, denen es gar nicht verrückt genug sein kann: In einem Keller am Ende der Gasse befindet sich das Monsterkabinett, eine bizarre Ausstellung von ungeheuerlichen Kunstinstallationen.

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    Teufelsberg

    Lauschangriff auf Trümmern

    Auf dem Teufelsberg hat man buchstäblich Geschichte unter den Füßen, denn nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier der ganze Trümmerschutt der Stadt abgeladen und damit der höchste Punkt Westberlins geschaffen. „Wie praktisch“, muss sich der US-Geheimdienst gedacht haben, denn schon bald wurde der Teufelsberg mit Antennen, Satellitenschüsseln und Radarkuppeln ausgestattet, um die DDR abhören zu können. Nach dem Kalten Krieg verwandelte sich der Hügel in einen Tummelplatz für Mountainbiker, Longboarder und Kletterer.

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    Oben kann man an einer Führung durch die ehemalige Abhörstation teilnehmen, die mit Graffiti verzierten Radarkuppeln bestaunen oder einfach den fantastischen Panoramablick über Berlin genießen.

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      Tempelhof

      Picknick auf dem Rollfeld

      In den 1920er-Jahren war Berlin-Tempelhof einer der größten Flughäfen Europas. Bis 2008 war es noch möglich, ihn anzufliegen, danach wurde der Flughafen für die Öffentlichkeit freigegeben. Auf diesem riesigen Gelände von 386 ha – so groß wie der Central Park in New York – können die Berliner nun frei picknicken, radeln, skaten oder joggen. Bei schönem Wetter wirbeln hier Dutzende von Drachen durch die Luft. Die Hangars werden regelmäßig für Festivals und Ausstellungen genutzt. Das riesige 1,2 km (!) lange Gebäude ist fast im Originalzustand erhalten und wer mag, kann einen Spaziergang durch die verlassenen Abflughallen und Gepäckkeller machen.

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      • Berlin Raw 11 Tempelhof Bg 120


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        RAW-Gelände

        Besetztes Ausbesserungswerk

        Das RAW-Gelände in Friedrichshain ist so ungefähr das Nonplusultra der Berliner alternativen Szene. Das Gelände dieses ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) wurde nach dem Mauerfall kurzerhand besetzt und in einen Ort der Soziokultur mit viel künstlerischem Freiraum umgewandelt. Hier gibt es unzählige Terrassen, Foodtrucks und Ateliers, aber auch eine Kletterwand und einen Skatepark. Die teilweise verfallenen Werkhallen sind mit Streetart verziert und dienen als Veranstaltungsort für Techno-Partys und Konzerte, zum Beispiel in den Clubs Cassiopeia und Suicide Circus. Und an heißen Sommertagen kühlt es sich herrlich ab im Pool des Haubentauchers.

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