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Elena Dijour / Shutterstock.com
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La Rive Gauche

Die Künstlerseele von Paris

Am linken Ufer der Seine zeigt sich die französische Hauptstadt von ihrer avantgardistischsten Seite. Zwar streifen Matisse und Hemingway schon lange nicht mehr am Rive Gauche durch die Gegend, doch das künstlerische Flair ist immer noch quicklebendig.

Allons-y!

Zeitlose Atmosphäre

Das linke Ufer der Seine hat natürlich den Eiffelturm. Die größte Attraktion des Bezirks ist allerdings weniger greifbar. Das Rive Gauche ist für Bewohner und Besucher noch immer ein Synonym für eine Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als weltberühmte Schriftsteller, Maler, Dichter und andere künstlerische Außenseiter südlich des Flusses ein- und ausgingen. Während die Neuzeit auf der anderen Seite der Seine längst Fuß gefasst hat, hat sich das künstlerische Flair auf der linken Seite als bemerkenswert haltbar erwiesen. Erleben Sie es selbst bei einem Spaziergang entlang dieser sechs Highlights am Rive Gauche.

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La Rive 02 Cafe De Flore 01
Angelita Niedziejko

Kaffee schlürfen inmitten von Künstlern

Le Café de Flore

Wer gern mit Kaffee in den Tag startet, geht morgens ins Café de Flore. Bereits 1880 öffnete es seine Türen. Namensgeberin ist die römische Göttin Flora, deren Statue auf der anderen Seite des Boulevards stand. Seinen Ruhm verdankt das literarische Café Pablo Picasso und dem philosophischen Power-Paar Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, die hier regelmäßig einkehrten. 

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Glenn Harper / Alamy Stock Photo

Promi-Gucken kann man hier auf der Terrasse auch jetzt noch ganz wunderbar. Am Art déco-Interieur aus rotem Samt, Mahagoniholz und Spiegelglas wurde bis heute kaum etwas geändert. 

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Einfach tierisch

Boulevard Saint-Germain

Dass die Zeit nicht überall stehengeblieben ist, zeigt sich am Boulevard Saint-Germain, einer Hauptverkehrsader, an der auch das Café de Flore liegt. Es ist die berühmteste Einkaufsstraße am Rive Gauche, voller moderner Luxusboutiquen von Sonia Rykiel bis Yves Saint Laurent. Glücklicherweise bedeutet dies nicht, dass der Bezirk seine kurioseren Läden verloren hat.

Nur einen Steinwurf vom Boulevard entfernt findet sich zum Beispiel Deyrolle: ein 400 Quadratmeter großes Kuriositätenkabinett voller ausgestopfter Tiere. Vom Kolibri bis zum Eisbären und vom Nashornkäfer bis zum Katta. Die klassischen Räume sind bis obenhin mit den schönsten Präparaten gefüllt. Da hätte man gern ein zweites Paar Augen!

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La Rive 03 Boulevard 01
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La Rive 03 Boulevard 02
Marc Dantan

Einfach tierisch

Boulevard Saint-Germain

Dass die Zeit nicht überall stehengeblieben ist, zeigt sich am Boulevard Saint-Germain, einer Hauptverkehrsader, an der auch das Café de Flore liegt. Es ist die berühmteste Einkaufsstraße am Rive Gauche, voller moderner Luxusboutiquen von Sonia Rykiel bis Yves Saint Laurent. Glücklicherweise bedeutet dies nicht, dass der Bezirk seine kurioseren Läden verloren hat.

Nur einen Steinwurf vom Boulevard entfernt findet sich zum Beispiel Deyrolle: ein 400 Quadratmeter großes Kuriositätenkabinett voller ausgestopfter Tiere. Vom Kolibri bis zum Eisbären und vom Nashornkäfer bis zum Katta. Die klassischen Räume sind bis obenhin mit den schönsten Präparaten gefüllt. Da hätte man gern ein zweites Paar Augen!

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Parisian Days
La Rive 04 Bibliotheque Bg
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Außergewöhnliche Bibliothek

Bibliothèque Sainte-Geneviève

Nicht nur Künstler und künstlerisch Angehauchte bevölkerten das Rive Gauche in der Blütezeit des Bezirks, dank der Studenten der Sorbonne kam auch das intellektuelle Flair nicht zu kurz. Bereits im 14. Jahrhundert zogen junge Pfiffikusse aus aller Herren Länder ans linke Ufer. 

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Außergewöhnliche Bibliothek

Bibliothèque Sainte-Geneviève

Nicht nur Künstler und künstlerisch Angehauchte bevölkerten das Rive Gauche in der Blütezeit des Bezirks, dank der Studenten der Sorbonne kam auch das intellektuelle Flair nicht zu kurz. Bereits im 14. Jahrhundert zogen junge Pfiffikusse aus aller Herren Länder ans linke Ufer.

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Die Straßen um das Universitätsgebäude herum wurden schon bald bekannt als Quartier Latin, das berühmte Studentenviertel von Paris. Hier explodierte das Pulverfass während des berühmten Studentenaufstandes von 1968. Gehen Sie unbedingt auch zur Bibliothèque Sainte-Geneviève, seit fast 70 Jahren ein Schleifstein für den Geist. Ein Besuch lohnt sich immer – auch, wenn die französische Sprache Ihnen ein böhmisches Dorf ist, denn das fantastische Interieur spricht Bände.

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Das grüne Herz

Jardin du Luxembourg

Der Jardin du Luxembourg ist der Ort, wo man dem Trubel der Stadt für einen Moment entfliehen kann. Einst angelegt als privater Park um das immer noch beeindruckende Palais du Luxembourg herum, aber seit dem 19. Jahrhundert auch kostenlos zugänglich fürs gemeine Volk. Unter der Woche lassen sich vor allem die Studenten der Sorbonne im Gras nieder, am Wochenende machen sie Platz für Sportbegeisterte, Liebespaare und Familien. 

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Wenn Sie sich die Beine vertreten wollen, können Sie in le Luco an 106 Statuen vorbeispazieren. Bis vor wenigen Jahren stand hier sogar die Freiheitsstatue, die einst als Modell für die große Schwester in New York diente. Nach sehr viel Vandalismus ist sie jedoch umgezogen ins Musée d’Orsay, unsere nächste Station.

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La Rive 05 Musee 01
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Renommierte Künstler

Musée d’Orsay

Das rechte Ufer hat den Louvre, das linke das Musée d’Orsay. Van Gogh, Gauguin, Renoir, Degas, Mondrian, Munch, Monet, Manet … An den Wänden strahlen die Werke von Koryphäen der Kunstgeschichte. Und dennoch ist die größte Attraktion womöglich das Museum selbst: wunderschön gelegen unter den Glasgewölben eines ehemaligen Bahnhofs. Eine stramme Behauptung über ein Gebäude, in dem auch viele Skulpturen von Auguste Rodin zu sehen sind. 

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Noch nicht genug Museum gehabt oder lieber durch ein Museum von bescheidenerem Umfang streifen? Frankreichs berühmtester Bildhauer hat auch sein eigenes Museum, das Musée Rodin, ein paar Blocks weiter südlich. Es befindet sich in dem Hotel, in dem er viele Jahre gelebt hat.

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Kulinarische Genüsse

Hotel Relais Saint Germain

Der Magen beginnt zu murren? Dann weiter zum Hotel Relais Saint Germain für einen schmackhaften Abschluss unserer Entdeckungstour des Rive Gauche. Le Comptoir ist ein Bistro, das nicht unbedingt durch seine trendige Einrichtung oder großzügigen Abmessungen auffällt. Aber was an Stil und Größe fehlt, wird auf dem Teller mehr als wettgemacht. Küchenchef Yves Camdeborde serviert scheinbar simple, aber gaumenkitzelnde Bistro-Klassiker wie Spargel mit Schinken, Garnelen-Bisque und Lachs-Toast.

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Küchenchef Yves Camdeborde serviert scheinbar simple, aber gaumenkitzelnde Bistro-Klassiker

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Bei den „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Lunches stehen selbst die kritischen Pariser am Wochenende Schlange. Und die eleganteren Abendmenüs sind schon Monate im Voraus ausgebucht. Keinen Tisch gefunden? Schlängeln Sie sich durch zur Bar, L’Avant Comptoir, und genießen Sie tolle Weine und exzellentes Fingerfood.

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