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Steve McCurry: Mein Indien

Rau und spannend

Indien durch die Linse von Steve McCurry

Wenn ein Fotograf wie Steve McCurry ein visuell lebendiges Land wie Indien besucht, können dabei nur atemberaubende Bilder herauskommen. Der Fotograf bereist das Land seit mehr als 30 Jahren und kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft er in Indien war: „Wahrscheinlich mehr als 80 Mal.“ 

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Verliebt in Indien

Steve McCurry ist bekannt für seine ästhetisch schönen und einprägsamen Fotos aus aller Herren Länder und Kulturen. Der amerikanische Fotograf ist seit den späten 1970er-Jahren in der Welt unterwegs und reiste erstmals nach Indien, als er 27 Jahre alt war: „Ich kaufte mir nur ein Ticket für den Hinflug und nahm mir vor, so lange zu bleiben, wie es eben dauern würde.“ Es war der Beginn einer langen und liebevollen Beziehung zu dem Land. „Fotografisch gesehen fasziniert mich Indien mehr als jeder andere von mir besuchte Ort."

Editors Pick India 02 Tussenblok0 Profile

Steve McCurry ist seit mehr als 30 Jahren einer der charakteristischsten Fotografen der zeitgenössischen Fotografie.

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Ein Junge rennt weg in der Blauen Stadt, einem Labyrinth von Häusern im Norden von Jodhpur im Bundesstaat Rajasthan.

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„Wenn man ruhig wartet, vergessen die Leute die Kamera und lassen ihre Seele heraus.“

Indien hat McCurry auch gelehrt, zu beobachten und abzuwarten, bis das Leben seinen Lauf nimmt: „Wenn man ruhig wartet, vergessen die Leute die Kamera und lassen ihre Seele heraus.“ McCurry spürt, dass die indische Kultur sehr tiefgründig ist: „Es gibt so viele Widersprüche und es gibt so viele Menschen … es ist einfach sehr reich. Man kann hier mehrere Leben verbringen und kommt der Sache trotzdem nie richtig auf den Grund.“ Für uns ist es sehr schön, dass McCurry im vergangenen Jahr ein Buch unter dem Titel India veröffentlichte, das uns einen kleinen Einblick in den Alltag dieses bunten Landes gewährt.

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Spiegelung des Tadsch Mahal

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Fahrräder hängen an der Seite eines Zuges.

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„Ich liebe die Porträtfotografie. Ich liebe die Geschichten, die sich in die Gesichter der Menschen gegraben haben.“

Eine seiner Lieblingsdisziplinen ist die Porträtfotografie. McCurrys Porträts sind faszinierend und sein Motiv blickt in der Regel direkt in die Linse. Eine bewusste Entscheidung: „Ich denke, es hilft dem Betrachter, einen persönlichen Draht zur abgebildeten Person herzustellen.“ Nach McCurrys Ansicht ist es nicht wirklich wichtig, wie viel Zeit man mit einer Person verbringt: „Es können auch nur einige Augenblicke sein, aber irgendwie entsteht da eine Verbindung und dann können fantastische Dinge geschehen.“

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Im Bundesstaat Rajasthan posiert ein Mann vom Rabari-Stamm für ein Porträt.

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Zwei Frauen klettern auf die Stufenbrunnen.

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„Die Fotografie hat es mir ermöglicht, die Welt zu beobachten und sie zu bereisen.“

McCurry ist sich seiner privilegierten Situation bewusst: „Ich habe in meinem Leben das Glück gehabt, die ganze Welt bereisen zu können. Die Fotografie hat es mir ermöglicht, die Welt zu sehen und zu beobachten. Durch sie habe ich dieses große Abenteuer erlebt.“ Er möchte den Menschen mit seinen Bildern vermitteln, dass wir zwar alle anders aussehen und verschiedene Sprachen sprechen, aber dass wir alle Menschen sind und alle aus derselben Familie kommen.

KLM

iFly Magazine

Juli 2016

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