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Bali, die Insel der Götter

Zu den verborgenen Schätzen Balis

iFly KLM Magazine ist immerfort auf der Suche nach den verborgenen Schätzen dieser Welt. Für die aktuelle Ausgabe reiste Fotograf/Reporter Mike Raanhuis nach Bali, um einige der gut gehüteten spirituellen Geheimnisse der Insel aufzudecken. Er kehrte total entspannt zurück – der phänomenalen Natur und den sehr freundlichen Balinesen sei Dank.

Entdecken Sie die verborgene Schätze
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Mike Raanhuis

Für eine angenehme Reise ist die richtige Vorbereitung von wesentlicher Bedeutung – und das gilt ganz besonders für Bali. Man kann sich natürlich ein Auto mieten, aber es macht viel mehr Spaß, einen Fahrer zu finden, der einen auf Wunsch überall hinfährt. Während meines Aufenthaltes verlasse ich mich ganz auf meinen Englisch sprechenden balinesischen Fahrer und Führer Daniel. Er weiß sofort, was ich meine, wenn ich ihm sage, dass ich Orte sehen möchte, an die sich Touristen nur selten wagen.

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Tag 1

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Die ultimative Entspannung: Alila Ubud

In der ersten Nacht im Hotel Alila Ubud tanke ich viel Energie – so viel, dass ich früh aus den Federn bin und mich topfit fühle. Die zentrale Lage in Gianyar macht aus dem Alila Ubud einen idealen Ausgangspunkt für eine Erkundung der Insel. Übrigens ist das Hotel eine Entdeckung für sich: Es liegt mitten in den Reisfeldern, hat einen luxuriösen Wellnessbereich, einen tollen Infinity-Pool (laut Forbes gehört er zu den 20 coolsten der Welt) und eine fantastische Küche mit 27 Mitarbeitern. Kurzum, im Alila Ubud lässt es sich ewig aushalten.

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  • Hidden Treasures Bali 04 5 Tempel

Quellentempel

Daniel erwartet mich pünktlich und das, so merke ich schnell, ist hier überhaupt nicht selbstverständlich. Die Balinesen sind dafür bekannt, dass sie es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nehmen, weswegen die Uhren hier nach der sogenannten Bali-Zeit ticken. Trotz der Regenzeit ist alles trocken, als wir beim Quellentempel in Tampaksiring ankommen. Er gehört zu den heiligsten Stellen Balis und ist von tiefgrünen Pflanzen umgeben. Wussten Sie, dass 93 % der Balinesen Hinduisten sind? Dieser Quelle werden heilende Kräfte nachgesagt und ich sehe dem Ritual der Gläubigen zu, die im Wasser der Quelle baden.

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Einen ganz wichtigen Stellenwert im Leben der Balinesen haben die Opfergaben – und das kostet sie fast ein Viertel ihres Einkommens. Angebote locken überall: auf der Straße, in Autos, in Geschäften und natürlich in Tempeln. Eine Canang Sari (Opfergabe) ist eine aus einem Bananenblatt gefaltete Schale, die mit Keksen, Reis und Blumen gefüllt wird. Damit sollen die Götter günstig gestimmt werden. Jede Familie und jedes Dorf hat einen eigenen Tempel; es heißt sogar, in Bali fänden sich mehr Tempel als Häuser.

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Reisfelder

Ich kann es kaum erwarten, die typisch balinesischen Reisterrassen mit eigenen Augen zu sehen. Kleiner Tipp: Besuchen Sie auf keinen Fall die in den Reiseführern genannten Felder, denn dann müssen Sie garantiert lange anstehen. Daniel bringt mich zu den Reisterrassen von Tegalalang, wo ich die großen Höhenunterschiede ganz für mich allein genießen kann. Die Bauart der Terrassen sorgt dafür, dass das Wasser von der einen auf die andere Terrasse fließen kann. Ausnahmsweise erlaubt man mir einen Spaziergang zwischen den Feldern. Zum Glück gibt es hier tagsüber keine Schlangen, weil sie ihre Beute in der Nacht jagen. Nichtsdestotrotz freue ich mich über meinen guten Gleichgewichtssinn!

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Kaffee vom Feinsten

Nach einem balinesischen Mittagessen mit Reis, Gemüse und Fleisch im Café Dewi möchte ich eine lokale Spezialität probieren: Kopi Luwak. Dabei handelt es sich um den exklusivsten Kaffee der Welt und zehn Minuten entfernt in Ceking liegt eine Plantage, wo ich ihn kosten kann. Gewonnen wird der Kaffee (Kopi) aus dem Kot des Fleckenmusangs (Luwak), weshalb man diese Köstlichkeit umgangssprachlich auch als Katzenkaffee bezeichnet. Wenn die Schleichkatze die Kaffeebeeren frisst, kann sie nur das Fruchtfleisch verdauen, die Bohnen behalten ihre Form und werden wieder ausgeschieden. Zuvor fermentieren sie jedoch im Verdauungstrakt und dadurch stellt sich der tiefe und volle Geschmack ein. Ob das 6 Euro wert ist? Entscheiden Sie selbst!

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Tag 2

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Ein weiteres Muss auf Bali ist der farbenfrohe Barong-Tanz, zum Beispiel in Batu Bulan. Bei diesem Tanz stellen kostümierte Schauspieler den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse dar; zwischenmenschlich und auf Weltebene. Besuchen Sie auch unbedingt einen der Märkte; Daniel empfiehlt mir den Sukawati-Markt, der – im Gegensatz zu dem in Ubud – bei Touristen eher unbekannt ist und vor allem balinesische und indonesische Käufer anlockt. Das Angebot ist bunt und reicht von Kleidung bis hin zu Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch.

Authentisches Bali

Auch heute starte ich meine Erkundungstour wieder in aller Herrgottsfrühe. Obwohl es keine großen Entfernungen sind, sorgen die holprigen und schmalen Straßen dafür, dass man für 40 km locker 1,5 Stunden braucht. Am Straßenrand sehe ich Menschen, die Holzschnitzereien, Kleidung und Obst verkaufen. Ein weiterer wunderschöner Tempel, 500 Stufen abwärts, ist der Pura Dalem Pingit in Sebatu. Er versteckt sich zwischen den Bäumen und es ist keine Menschenseele zu sehen. Ich genieße diesen atemberaubenden Tempel ganz in Frieden, ein einmaliges Erlebnis!

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Penglipuran

Mein neues Reiseziel ist die autofreie Stadt Penglipuran, die den Archäologen zufolge aus dem 11. Jahrhundert stammt. Die Einheimischen werden Bali Aba (Ur-Balinesen) genannt. Sie leben in einem langgestreckten Dorf, das aus einer einzigen, beidseitig von Häusern gesäumten Straße besteht. Ihr Lebensstil basiert auf den alten Traditionen, die in der Zeit vor der Hindu-Einwanderungswelle wurzeln. Lange war es vollkommen undenkbar, jemanden aus einem anderen Dorf zu heiraten. Entdecken Sie eine isolierte Welt, die auch die meisten Balinesen nie besucht haben.

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Ich habe das Vorrecht, durch das Haus mit der Nummer 30 geführt zu werden. Wie auch im Dorf selbst, ist hier alles sehr sauber und aufgeräumt. Während andere Balinesen nicht sonderlich viel für Putzen und Abfallbeseitigung übrighaben, neigen sich in Penglipuran sogar alle Grashalme in die gleiche Richtung und ist der Sinn für Ordnung, Sauberkeit und Regeln sehr ausgeprägt.

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  • Hidden Treasures Bali 06 8 Bij Thuis

Zu Gast bei einer Einsegnung

Mein nächstes Highlight (eines von vielen!) ist ebenso einzigartig wie rührend. Daniel lädt mich zur Einsegnung seines neuen Hauses ein, etwas, das in der Hindu-Gemeinschaft sehr wichtig ist. Die ganze Familie ist anwesend und Daniel stellt mich seinen Eltern, seiner Frau und seinen Kindern vor. Während der Zeremonie, wobei der Priester die Familie mit Weihwasser segnet, darf ich fotografieren. In balinesischen Familien spielt der Sohn eine besonders wichtige Rolle, weil er die Eltern bis zu ihrem Tode finanziell absichert.

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Als ich mich ein wenig umhöre, entdecke ich, wie selten es ist, dass ein Ausländer diese Zeremonie miterleben darf. Der Tradition folgend setze ich mich zur Familie auf den Boden, um das Abendessen einzunehmen. Dies war eine der persönlichsten Erfahrungen, die ich bei all meinen Reisen jemals gemacht habe.

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Last but not least ...

Der Tipp war richtig gut. Man muss nur kurz die ganzen Reisebusse ausblenden und dann diesen magischen Ort auf sich einwirken lassen. Der Tempel thront hoch oben auf einem Felsen und man erreicht ihn nach einem kurzen Aufstieg. Die Aussicht von oben ist phänomenal. Ein Sonnenuntergang ist hier bestimmt himmlisch, doch leider passt er nicht in meinen Zeitplan. Übrigens sollten Sie die kleptomanischen Affen im Auge behalten, denn sie stibitzen gern mal die Brillen, Hüte und Portemonnaies der Besucher. Für mich war dies das großartige Ende einer spirituellen und lehrreichen Reise, wobei ich wertvolle Einblicke in den Hinduismus gewonnen habe. Ich kann Ihnen die Insel wärmstens empfehlen, besonders mit einem privaten Führer und/oder Fahrer!

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Uluwatu

 Das Ende meiner Reise rückt immer näher, aber Pedang Pedang und Uluwatu Beach an der südlichen Spitze Balis stehen noch auf meiner Wunschliste. Surfers Paradise, so werden diese Strände auch genannt. Während meines Besuches ist das Meer leider viel zu stürmisch und zu gefährlich, sodass ich mich mit dem herrlichen Blick auf den Indischen Ozean begnügen muss. Ich bekomme den Tipp, zum Uluwatu-Tempel (oder Pura Luhur Uluwatu) zu gehen. Dort ist zwar sehr viel los, doch das Licht ist so grandios, dass sich ein Besuch allemal lohnt.

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Über Bali

Die indonesische Insel Bali liegt östlich von Java und zählt über 3 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Denpasar und die durchschnittliche Temperatur beträgt 30 ⁰C. Die Regenzeit dauert von November bis April, wobei der meiste Regen im Januar und Februar fällt. Aber wir hatten sehr viel Glück … und das könnten Sie auch haben!

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